Kaffee. Klima. Krise. – Diskussionsabend in Frauenfrieden

Kaffee. Klima. Krise. – Diskussionsabend in Frauenfrieden

Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19:00 Uhr

Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19:00 Uhr, lädt der Eine-Welt-Ausschuss der Pfarrei Sankt Marien zum Diskussionsabend "Kaffee. Klima. Krise." im Gemeindezentrum Frauenfrieden, Zeppelinallee 101, in Frankfurt-Bockenheim ein. Die zentrale Frage des Abends lautet: "Welche Auswirkungen hat die Klimakrise auf den Kaffeeanbau und das Leben von Kleinbäuerinnen und -bauern in Honduras?"

Drei eingeladene Expertinnen berichten aus erster Hand über die schwindenden Zukunftsperspektiven im Kaffeesektor und wie sie sich für eine zukunftsfähige Landwirtschaft einsetzen.

Im Anschluss an den Vortrag laden wir zum Austausch mit unseren Gästen ein.

 

Kaffee. Klima. Krise – Stimmen aus Mittelamerika in Deutschland
Was hat unsere tägliche Tasse Kaffee mit der Klimakrise, Frauenrechten und Migration in Honduras zu tun?

KAFFEE gehört für viele Menschen in Deutschland zum Alltag. Doch hinter jeder Tasse stehen Kaffeebäuer*innen, deren Lebensgrundlage zunehmend durch die Klimakrise bedroht wird. Honduras zählt zu den wichtigsten Kaffeeexportländern der Welt und spürt die Folgen steigender Temperaturen, unregelmäßiger Niederschläge, extremer Wetterereignisse und der Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten besonders stark. Die Folgen: sinkende Ernten, wachsende Armut, fehlende Zukunftsperspektiven und zunehmende Migration. Ausdruck einer globalen Krise, deren Ursachen und Auswirkungen eng mit unserem Konsum und den internationalen Handelsstrukturen verbunden sind.

Yenis Goméz, Benigna Ramos und Adelina Vásquez aus Honduras berichten von den Herausforderungen, vor denen Kaffeeproduzent*innen und ländliche Gemeinschaften heute stehen. Ihre Botschaft: Die Folgen der Klimakrise sind längst Realität und treffen insbesondere jene Menschen, die am wenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Gleichzeitig sind die Ursachen und Auswirkungen eng mit globalen Handelsstrukturen, politischen Maßnahmen und unserem Konsumverhalten verbunden.

Doch es gibt Alternativen: Agrarökologie bietet konkrete Ansätze, um den Kaffeeanbau klimaresilienter, nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Wir diskutieren mit unseren Gästen, wie Kleinbäuer*innen den Folgen der Klimakrise begegnen, welche Rolle Frauen und junge Menschen für die Zukunft des Kaffeesektors spielen und welche Verantwortung Politik, Unternehmen, Konsument*innen und die öffentliche Hand entlang der Lieferkette tragen.

Unsere Gäste im Portrait
Yenis Goméz repräsentiert die neue Generation honduranischer Kaffeeproduzentinnen. Sie setzt sich für nachhaltigen Kaffeeanbau, die Stärkung von Frauen und jungen Menschen sowie für die Zukunftsfähigkeit des Kaffeesektors ein. In ländlichen Spar- und Kreditgruppen engagiert sie sich für einen besseren Zugang zu Finanzierung und bringt praktische Erfahrungen im Umgang mit den Folgen der Klimakrise mit.
Benigna Ramos ist Kaffeeproduzentin mit langjähriger Erfahrung und engagiert sich für die Stärkung von Frauen im Kaffeesektor. Sie berichtet aus erster Hand über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Kaffeeanbau und darüber, wie kleinbäuerliche Produzent*innen durch gemeinschaftliche Organisation widerstandsfähiger gegenüber ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen werden können.
Adelina Vásquez ist eine Menschenrechtsverteidigerin und geschäftsführende Direktorin des Centro de Desarrollo Humano (CDH) in Honduras. Sie arbeitet zu Klimagerechtigkeit, Ernährungssicherheit und den Rechten indigener Frauen. Adelina begleitet von der Klimakrise betroffene Gemeinschaften und verbindet deren Erfahrungen mit einer Einordnung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene.

 

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