das podium – kultur in frauenfrieden
Kirche ist nicht nur Ort der Seelsorge, sondern auch kulturelles Forum für die Gemeinde, den Stadtteil und Frankfurt. Das gilt besonders für Frauenfrieden: mit dem Kulturprogramm „das podium“ bietet die Gemeinde ein abwechslungsreiches Programm an: Vorträge, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Kabarett und hin und wieder Zwei-Tages-Ausflüge.
Damit auch wirklich ein jeder teilnehmen kann, sind die meisten Angebote kostenlos, nur bei den Reisen brauchen wir eine Beteiligung.
Wir freuen uns, wenn Sie den Weg nach Frauenfrieden finden!
Resonances – Irland und Japan im musikalischen Dialog
Am Freitag, 28. August 2026, 20:00 Uhr, lädt das "podium – kultur in frauenfrieden" in die Frauenfriedenskirche (Zeppelinallee 101, 60487 Frankfurt) ein zu einem außergewöhnliches Konzert, in dem zwei jahrhundertealte Musiktraditionen zusammengeführt werden: die irische Harfe und die japanische Satsuma-Biwa.
Unter dem Titel "Resonances – Irland und Japan im musikalischen Dialog" erkunden Tríona Marshall (Irische Harfe) und Thomas Ranjō (Satsuma-Biwa) mit Musik, Erzählkunst und szenischer Darbietung überraschende Resonanzen zwischen Irland und Japan – Traditionen, die von Erinnerung, mündlicher Überlieferung, Landschaft und der Ausdruckskraft der menschlichen Stimme geprägt sind.
Die Satsuma-Biwa, die historisch eng mit der Samurai-Kultur im Süden Japans verbunden ist, ist eine seltene Form der erzählenden Lautenmusik, in der Musik und Rezitation miteinander verschmelzen und die epische Geschichten sowie historische Erzählungen lebendig werden lässt. Ihr kraftvoller und tief ausdrucksstarker Klang tritt in einen Dialog mit der lyrischen und atmosphärischen Stimme der irischen Harfe und schafft eine Aufführung, die gleichermaßen kontemplativ wie dramatisch ist.
Das Programm umfasst traditionelle irische Melodien, japanische Erzählmusik sowie neu gestaltete Arrangements, die von alten musikalischen Traditionen wie der Kadobiwa inspiriert sind – einer Musikform, die einst von blinden wandernden Priestern in Japan gepflegt wurde. Durch diese unterschiedlichen und zugleich einander ergänzenden Traditionen entsteht ein vielschichtiges musikalisches Gespräch zwischen Ost und West.
Außerhalb Japans nur selten zu hören, bietet die Satsuma-Biwa dem Publikum eine außergewöhnliche Gelegenheit, eine der markantesten Musiktraditionen Japans in einem intimen und nachdenklichen Konzertformat kennenzulernen.
Nach einer von Culture Ireland unterstützten und mit großer Begeisterung aufgenommenen Japan-Tournee präsentieren die beiden Künstler dieses interkulturelle Programm nun dem europäischen Publikum.
Unser Motto lautet: „Kultur für Alle“. Daher ist der Eintritt frei, es braucht keine Tickets. Wir freuen uns über eine Spende am Ausgang.



Dauerausstellung „Kreuzweg hinter Stacheldraht“ mit Bildern von Lothar Zenetti in der Frauenfriedenskirche
Der Priester, Dichter und Künstler Lothar Zenetti, von dem u.a. auch viele Texte der Gotteslob Lieder stammen, ist eng mit der Frauenfriedenskirche verbunden. Hier wuchs er auf, empfing die Taufe, Erstkommunion und Firmung und kehrte als Rentner wieder in die Gemeinde zurück.
Er malte als junger kriegsgefangener Seminarist schlichte, aber ausdrucksstarke Kreuzwegbilder auf zwei Wände der Lagerkapelle im „Stacheldrahtseminar“
Das Stacheldrahtseminar bei Chartres ist einer der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert. Im dortigen Kriegsgefangenenlager gründete Franz Stock nach dem 2. Weltkrieg ein Priesterseminar, in dem zwischen 1945 und 1947 rund 1.000 deutschsprachige Seminaristen auf ihre zukünftige Aufgabe in einem neuen Europa vorbereitet wurden. In dem ehemaligen Seminargebäude ist heute die „Europäische Begegnungsstätte Franz Stock Chartres“ beheimatet.
Diese besonderen Kreuzwegbilder von Lothar Zenetti hängen ab sofort, mit freundlicher Genehmigung als Daueraustellung, wenn keine Sonderausstellungen stattfinden, in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche.
Die Pfarrei Sankt Marien dankt der Abbè Stock Gesellschaft für die Erlaubnis die Reproduktionen ausstellen und zeigen zu dürfen.
