Kultur

das podium – kultur in frauenfrieden

Kirche ist nicht nur Ort der Seelsorge, sondern auch kulturelles Forum für die Gemeinde, den Stadtteil und Frankfurt. Das gilt besonders für Frauenfrieden: mit dem Kulturprogramm „das podium“ bietet die Gemeinde ein abwechslungsreiches Programm an: Vorträge, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Kabarett und hin und wieder Zwei-Tages-Ausflüge.

Damit auch wirklich ein jeder teilnehmen kann, sind die meisten Angebote kostenlos, nur bei den Reisen brauchen wir eine Beteiligung.

Wir freuen uns, wenn Sie den Weg nach Frauenfrieden finden!

Plakat Mundarttheater 19042026 DIN A3

 

Oppa Balsers Lebensgeschichte – Erzähltheater in Frankfurter Mundart mit Klaus Thanheiser

Am Sonntag, 19. April 2026, 17:00 Uhr, lädt "das podium – kultur in frauenfrieden" unter dem Titel "Oppa Balsers Lebensgeschichte" zu einem Erzähltheater in Frankfurter Mundart mit Klaus Thanheiser in den Mariensaal Frauenfrieden, Zeppelinallee 101, 60347 Frankfurt, ein.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Klaus Thanheiser erzählt eine spannende, lustige und besinnliche Geschichte vom Kaiserreich, der Weimarer Republik, über die Nazizeit bis hin zur Bundesrepublik Deutschland. Sie ist in drei Linien gestaltet: Die Entwicklung einer einfachen Familie, deren wirtschaftliche Situation, umrahmt von den politischen Begebenheiten. Der Zeitrahmen erstreckt sich von der Geburt 1891 bis zum Tod von Oppa Balser 1975.

Der Autor widmet die Grundlage seines Erzähltheaters in Frankfurter Mundart „Oppa Balser“, dem Großvater seiner Ehefrau. Er wurde in Schwalbach am Taunus geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er verwundet wurde, heiratete er Anna. Mit ihr und ihren Kindern zogen sie in eine der neu erbauten Wohnungen nach Frankfurt/Praunheim, in die Hindenburgstraße, später Ludwig-Landmann-Straße. Einige Begebenheiten entstammen aus dem Leben von Oppa Balser, aber die meisten Geschichten und Personen sind frei erfunden und Ähnlichkeiten rein zufälliger Art.

Die Geschichte birgt viele Erinnerungen an die gelebte Zeit und gibt aber auch Anlass zum Nachdenken. Selbst für nachgeborene Generationen ist sie interessant und wird zu einem lebendigen Geschichtsunterricht. Sie zeigt auf, dass der Weg zu unserer erreichten Freiheit und unserem Wohlstand ein schwerer, entbehrungsreicher Weg war. Diese Erfahrungen sind wertvoll und sollten bewahrt werden.  

Klaus Thanheiser, Jahrgang 1947, ist in der Altstadt von Bad Soden am Taunus aufgewachsen. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und 4 Enkel und lebt in Liederbach am Taunus. 
Alle Einkünfte aus diesem Buch sowie dem Erzähltheater werden einem sozialen Zweck zugeführt.

Klaus Thanheiser, Januar 2026

 

 

 

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Dauerausstellung „Kreuzweg hinter Stacheldraht“ mit Bildern von Lothar Zenetti in der Frauenfriedenskirche
Der Priester, Dichter und Künstler Lothar Zenetti, von dem u.a. auch viele Texte der Gotteslob Lieder stammen, ist eng mit der Frauenfriedenskirche verbunden. Hier wuchs er auf, empfing die Taufe, Erstkommunion und Firmung und kehrte als Rentner wieder in die Gemeinde zurück.

Er malte als junger kriegsgefangener Seminarist schlichte, aber ausdrucksstarke Kreuzwegbilder auf zwei Wände der Lagerkapelle im „Stacheldrahtseminar“

Das Stacheldrahtseminar bei Chartres ist einer der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert. Im dortigen Kriegsgefangenenlager gründete Franz Stock nach dem 2. Weltkrieg ein Priesterseminar, in dem zwischen 1945 und 1947 rund 1.000 deutschsprachige Seminaristen auf ihre zukünftige Aufgabe in einem neuen Europa vorbereitet wurden. In dem ehemaligen Seminargebäude ist heute die „Europäische Begegnungsstätte Franz Stock Chartres“ beheimatet.

Diese besonderen Kreuzwegbilder von Lothar Zenetti hängen ab sofort, mit freundlicher Genehmigung als Daueraustellung, wenn keine Sonderausstellungen stattfinden, in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche.

Die Pfarrei Sankt Marien dankt der Abbè Stock Gesellschaft für die Erlaubnis die Reproduktionen ausstellen und zeigen zu dürfen.