Samstag, 19. September 2026, 18:00 Uhr, Frauenfrieden
Am Samstag, 19. September 2026, 18:00 Uhr, lädt das "podium – kultur in frauenfrieden" unter dem Titel "Das elfte Gesicht" zu einer Romanlesung mit Annegret Held in den Mariensaal Frauenfrieden (Zeppelinallee 101, 60487 Frankfurt) ein.
Der Roman „Das elfte Gesicht“ von Annegret Held, im April 2025 im Eichborn Verlag erschienen, handelt von Entfremdung und Suche nach Halt – eine moderne Auseinandersetzung mit Spiritualität und den Gefahren von Radikalisierung. Erzählt wird die Geschichte von Josefa, die über ihre Freundin Kristina in eine spirituelle Gruppe gerät, welche zunehmend in Verschwörungstheorien abdriftet:
Josefas Leben als Assistentin in einem grauen Vertriebsbüro kann ziemlich trist sein. Dank ihrer Freundin Kristina findet sie Ablenkung, denn beide teilen die Faszination zu funkelnden Kristallen und Orakeln; so versuchen sie auch die Absichten des geheimnisvollen Albert zu ergründen, den Josefa nicht vergessen kann. Josefas Begeisterung geht so weit, dass sie sich schließlich in einer Gruppe spiritueller Menschen wiederfindet, die jedoch plötzlich immer weiter abdriften: Was als Ablehnung von Masken und Impfungen während der Corona-Krise beginnt, steigert sich schließlich sogar bis zur Verteidigung von Verschwörungstheorien. Das geht zu weit! Doch wie kommt man aus dieser Szene wieder raus?
Annegret Held, 1962 im Westerwald geboren, schreibt warmherzig, sinnlich und genau – mit einem wachen Blick für das Absurde im Alltäglichen und einer Sprache, die zwischen liebevoller Poesie und ungeschöntem Realismus pendelt. Sie porträtiert Menschen mit all ihren Eigenheiten, Macken und Verletzlichkeiten, oft mit liebevoller Ironie. Selbst in ernsten oder tragischen Themen taucht oft ein leiser, manchmal schwarzer Humor auf. Ihre Romane verbinden urbane und ländliche Schauplätze, oft mit Bezug zu ihrem fiktiven Westerwalddorf Scholmerbach.
Sie ist gelernte Polizistin und arbeitete drei Jahre im Streifendienst in Darmstadt und Frankfurt am Main. Es folgte ein Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte. Berufliche Stationen führten sie u. a. in eine Anwaltskanzlei, den Pflegebereich und die Fluggastkontrolle.
Mehrere ihrer Bücher wurden verfilmt und ausgezeichnet. Sie bekam den Berliner Kunstpreis der Akademie und den Roswitha-Preis, ist PEN-Mitglied und lebt mit ihrem Mann in Westerwald am Wiesensee. Zuletzt erschien im Eichborn Verlag neben ihrer Westerwald-Trilogie ihr Roman "Das Verkehrte und das Richtige".
Annegret Held war mit Lesungen aus ihren Romanen der Westerwald-Trilogie bereits in Frauenfrieden zu Gast.
Unser Motto lautet: „Kultur für Alle“. Daher ist der Eintritt frei, es braucht keine Tickets. Wir freuen uns über eine Spende am Ausgang.

