Kultur

das podium – Kultur in Frauenfrieden

Kirche ist nicht nur Ort der Seelsorge, sondern auch kulturelles Forum für die Gemeinde, den Stadtteil und Frankfurt. Das gilt besonders für Frauenfrieden: mit dem Kulturprogramm „das podium“ bietet die Gemeinde ein abwechslungsreiches Programm an: Vorträge, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Kabarett und hin und wieder Zwei-Tages-Ausflüge.

Damit auch wirklich ein jeder teilnehmen kann, sind die meisten Angebote kostenlos, nur bei den Reisen brauchen wir eine Beteiligung.

Wir freuen uns, wenn Sie den Weg nach Frauenfrieden finden!

 

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Adventliche Vokalmusik

Am Sonntag, 11. Dezember 2022, 17:00 Uhr, lädt das podium zu einem Konzert mit adventlicher Vokalmusik in Frauenfrieden ein.

„…und es nahet der Heiland!“ ist ein herzerwärmendes und musikalisch beeindruckendes Programm der Vokalensembles CANTEMUS.
Vorweihnachtliche Chorwerke verschiedener Epochen von Komponisten wie Schütz, Mendelssohn, Distler und Jackson stimmen auf das Fest Christi Geburt ein.

Der Eintritt ist frei.

Bitte ziehen Sie sich warm genug an, die Kirche ist – wie alle Kirchen des Bistums in diesem Winter – nicht geheizt.

 

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Lametta, Gans und Siegerkranz – ein skurriler deutscher Weihnachtsabend

Am Freitag, 16. Dezember 2022, 19:30 Uhr, lädt der Freundeskreis Frauenfrieden e.V. im Rahmen von "das podium – Kultur in Frauenfrieden" zu "Lametta, Ganz und Siegerkranz – ein skurriler deutscher Weihnachtsabend" mit Jo van Nelsen in den Mariensaal Frauenfrieden ein. Der Eintritt ist frei.

Ob formschöner Rauchverzehrer oder Lore-Roman – was unsere Ahnen sich gegenseitig so unter den Weihnachtsbaum legten und am Heiligen Abend rezitierten und sangen, ist heute kaum noch vorstellbar.

Musikkabarettist und Sammler Jo van Nelsen will die Erinnerungen dem Vergessen zu entreißen und so manches Kuriosum aus den Tiefen staubiger Archive zu Tage zu fördern: Zeitungsannoncen mit obskuren Geschenkideen und Geschichten von doppelten Weihnachtsmännern und toten Soldaten unterm Tannenbaum; Gedichte für brave Kinder im Matrosenanzug und HJ-Schulungshefte zum Gestalten des weihnachtlichen Heimabends – sie alle fügen sich zu einem unterhaltsamen wie gruseligen Panoptikum deutscher Kitsch- und Heldenseligkeit zwischen Reichsgründung und Stunde Null.

Das alles untermalt mit zeitgenössischen Kitschpostkarten und Weihnachtsliedern direkt vom Grammophon, wie sie nur ein echter teutscher Männerchor schmettern kann!

Seien Sie dabei, wenn Erzengel Gabriel durch den Trichter den Hirten die Geburt Christi verkündet, Sozialisten das Weihnachtsfest abschaffen wollen und französische Korsetts als undeutsche Weihnachtsgabe geächtet werden. Geben Sie sich einem Abend voller Kitsch und Pathos hin, damit auch Sie am Ende von Herzen einstimmen können bei den Versen:

„Oh Herr, mein schwaches Singen,
Nimm es in Gnaden hin,
Einst wird es besser klingen,
Wenn ich im Himmel bin.“

  

 

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Dauerausstellung „Kreuzweg hinter Stacheldraht“ mit Bildern von Lothar Zenetti in der Frauenfriedenskirche
Der Priester, Dichter und Künstler Lothar Zenetti, von dem u.a. auch viele Texte der Gotteslob Lieder stammen, ist eng mit der Frauenfriedenskirche verbunden. Hier wuchs er auf, empfing die Taufe, Erstkommunion und Firmung und kehrte als Rentner wieder in die Gemeinde zurück.

Er malte als junger kriegsgefangener Seminarist schlichte, aber ausdrucksstarke Kreuzwegbilder auf zwei Wände der Lagerkapelle im „Stacheldrahtseminar“

Das Stacheldrahtseminar bei Chartres ist einer der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert. Im dortigen Kriegsgefangenenlager gründete Franz Stock nach dem 2. Weltkrieg ein Priesterseminar, in dem zwischen 1945 und 1947 rund 1.000 deutschsprachige Seminaristen auf ihre zukünftige Aufgabe in einem neuen Europa vorbereitet wurden. In dem ehemaligen Seminargebäude ist heute die „Europäische Begegnungsstätte Franz Stock Chartres“ beheimatet.

Diese besonderen Kreuzwegbilder von Lothar Zenetti hängen ab sofort, mit freundlicher Genehmigung als Daueraustellung, wenn keine Sonderausstellungen stattfinden, in der Taufkapelle der Frauenfriedenskirche.

Die Pfarrei Sankt Marien dankt der Abbè Stock Gesellschaft für die Erlaubnis die Reproduktionen ausstellen und zeigen zu dürfen.