San Juan de la Cruz (Guatemala)

Neuigkeiten aus der Partnergemeinde in Guatemala

Harte Zeiten, aber Anerkennung von allerhöchster Stelle
An Pfingsten 2021 schellte das Telefon bei Padre Pedro. Er meldete sich: „Padre Pedro Jaramillo, wer spricht dort?“
„Es spricht Papst Francisco“. Dann dankte er ihm für seine Arbeit, erkundigte sich nach dem Befinden des inzwischen 80 jährigen Padre Pedro und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.
Der Grund dieses ungewöhnlichen Anrufs ist wahrscheinlich weniger die außergewöhnliche gute Arbeit in seiner Gemeinde San Juan de la Cruz und dem Sozialwerk „Módulos de Esperanza“, sondern mehr noch Padre Pedros Buchautorenschaft zur Enzyklika „Evangelii gaudium“ (Die Freude im Glauben) und seine Priester-Fortbildungstätigkeit zwischen Mexiko, Karibik und Kolumbien, um die neuen Direktiven aus Rom unter die Priesterschaft zu bringen.
Vermutlich hat sich Papst Franziskus aber vor dem Anruf sehr kundig gemacht und beide Aspekte im Auge gehabt.
Jedenfalls ist es doch eine wunderbare Anerkennung unserer Partnergemeinde, die wir seit 40 Jahren unterstützen.

Am 27.06.2021 schrieb Padre Pedro zur allgemeinen Situation:
Gerardo: Teile Hugo Wisur bitte mit, dass die Überweisung gut angekommen ist.
Wir alle danken von ganzem Herzen für eure ungeheure Ausdauer. Wir beten für jeden von euch, ihr treuen Freunde und Freundinnen.
Die Situation in Guatemala bleibt sehr problematisch: Die Fälle an Covid-Erkrankungen steigen an, der Impfstoff kommt nicht…… Aber der Hunger in den Stadtteilen unserer Gemeinde steigt ständig, vor allem in den neuen Slums an den Rändern der Schluchten.
Unsere Gemeinde-Teams der Hungerhilfe arbeiten mit großer Hingabe und unglaublichem Engagement. Sie versorgen jetzt monatlich 1450 Familien – darunter viele alleinstehende alte Frauen und alleinerziehende Mütter – mit dem Allernotwendigsten. Sie bringen die Lebensmittel zu den Häusern der Bedürftigen. Die Dankbarkeit der Leute ist grenzenlos.

Am 2. März 2021 schrieb Padre Pedro zum Stand der Ausbildungsaktivitäten:
Den 24 jugendlichen AZUBIS geht es gut. Sie hatten keine Probleme Nur während 10 Tagen konnten sie nicht ins Berufs-Ausbildungszentrum der Salesianer gehen, weil der Wächter des Parkplatzes, den die Jugendlichen nicht einmal kennen, positiv getestet worden war. Ich glaube, sie machen das eher wegen der Lehrer. Gestern, am Montag ging der Ausbildungsbetrieb dann normal weiter. Wir haben jetzt eine Freiwillige, die eine große Expertin in den neuen Technologien ist. Sie bietet eine ganze Reihe von virtuellen Kursen an, die mit Zertifikaten und Diplomen abgeschlossen werden. Einige davon werden sogar von der Universität Complutense in Madrid anerkannt.
Im Moment machen sie einen Kurs, der von der Real Academia de la Lengua (Königliche Akademie der Sprache) anerkannt ist, um die spanische Sprache und das Leseverständnis zu verbessern.
Diesen machen alle, auch die gerade in Berufspraktikas stehen. Aber besonders diejenigen, die IGER (Guatemaltekisches Institut für Fernstudium via Radio) abgeschlossen haben und die jetzt Zeit haben.