Psychosoziale Beratung

Im Pfarrjournal März 2017 veröffentlichte Herr Pfarrer Daniel ein mit Herrn Maxime Chevallier geführtes Kurzinterview zum psycho-sozialen Beratungsangebot in Sankt Marien. Maxime Chevallier bietet gemeinsam/abwechselnd mit noch vier Mitarbeiterinnen an jedem letz­ten Mi­ttwoch im Monat im Pfarrhaus von Sankt Elisabeth psychosoziale Beratung an.

Was ist das genau und wer kann das in Anspruch nehmen?

Das Wort „Psycho“ steht für Stimmung, für Haltung, aber auch für Motivation.  „Sozial“ steht für gegenseitige Abhängigkeit oder Solidarität, für ein „ich bin nicht allein auf dieser Welt“. Wer psychosoziale Beratung in Anspruch nimmt, lässt sich auf ein persönliches Gespräch ein. Das Gespräch zielt, soweit wie möglich und soviel das Empfinden des Besuchers es zulässt, auf Klärung der Erwartungen und der Lösungsmöglichkeiten. Wenn es angebracht ist, bieten wir Alternativen und/oder verweisen auf spezialisierte Institutionen.

Ursprünglich war das Angebot für die Mitglieder der Gemeinde Sankt Elisabeth gedacht. jedoch kamen dank unserer Werbung immer mehr Besucher aus anderen Ortsteilen, christliche und andersgläubige.

Warum entstand dieses Beratungsangebot und warum haben gerade Sie gesagt: „Das ist etwas für mich!“?

Nach erfolgreichen moderierten Gruppengesprächen in der Gemeinde, wie z.B. dem Glaubenskurs, wurden wir, Frau Rita Englert und ich, immer wieder von einzelnen Personen gezielt auf Probleme angesprochen, meistens nach dem Messebesuch und unvermitt­elt. Daraus entstand die Idee, in einem zeitlichen Rahmen an einem geeigneten Ort Gespräche anzubieten. Nach einem Jahr und mit Hilfe von drei Mitarbeiterinnen stand das Konzept.

Mich persönlich bewegt das Vertrauen, das die Hilfesuchenden uns entgegen bringen. Die Gespräche sind offen; es ist eine gemeinsame Reflexion, eine gemeinsame Suche nach Erkenntnis.

Was ist Ihre Motivation, dass Sie gesagt haben: „Ich möchte al­len, die kommen, beratend zur Seite stehen?“

Was ist das für ein Mensch, der zu mir bzw. zu uns kommt? Fünf Minuten zuvor habe ich nichts über ihn gewusst, und jetzt erzählt er mir seine Geschichte, vertrauend darauf, dass ich etwas davon verstehe. Ich dagegen vertraue darauf, dass er in seiner Not die Sensibilität entwi­ckelt, die ihm sagt: Diese Begegnung ist etwas für mich – oder auch nicht. Ich nütze dabei meine Erfahrungen im christlichen Geist – als Mann, als Vater, als Psychotherapeut, wohl wissend, dass das, was für mich galt, nicht unbedingt für den anderen geeignet sein muss. Jedes dieser Gespräche ist für mich eine Reise in eine andere Welt, sowie eine Einla­dung, mich selbst zu erfahren.

 

Wann? Jeden letzten Mittwoch im Monat ab 17:00
Für wen? offen für jede/n und ohne Voranmeldung
Wo? Kurfürstenplatz 29, 60486 Frankfurt-Bockenheim
Konferenzraum (bitte dort klingeln)